Chorstadt Hannover

Veranstaltungsübersicht

G.F. Händel: Israel in Egypt
Sonntag, 23. Februar 2020, 17:00
Capella St. Crucis Hannover

Abschlusskonzert der Konzertreihe „Herrenhausen Barock“ in der Galerie in den Herrenhäuser Gärten

Mitwirkende:
Joanne Lunn, Esther Tschimpke – Sopran
Eric Jurenas – Altus
Zachary Wilder – Tenor
Douglas Williams, Ed Ballard – Bass
Capella St. Crucis Hannover
la festa musicale
Leitung: Florian Lohmann

Zum Abschluss der 2019 wieder ins Leben gerufenen Konzertreihe „Herrenhausen Barock“ wird die Capella St. Crucis am 23. Februar 2020 das monumentale Chororatorium „Israel in Egypt“ von Georg Friedrich Händel zusammen mit international renommierten Solisten aus Großbritannien zu Gehör bringen. Als Orchester konnte das junge, ebenso spielfreudige wie virtuose Ensemble la festa musicale gewonnen werden.

Die Uraufführung des dreiteiligen Oratoriums fand 1739 im King’s Theatre am Londoner Haymarket statt. Heute werden in der Regel jedoch nur die Teile zwei und drei aufgeführt, meistens ergänzt mit einer Sinfonie aus einem anderen Händelwerk als Ouvertüre. Umso erfreulicher ist es, dass die Capella St. Crucis die Originalfassung zum Abschluss der Konzertreihe Herrenhausen Barock aufführen wird. Dabei hat Florian Lohmann dieses Werk mit Bedacht gewählt: der enge Bezug Händels zu Herrenhausen, die Aktualität des Themas Flucht und Vertreibung und die musikalische Herausforderung für den Chor.

Entgegen seiner sonst üblichen Praxis komponierte Händel dieses Oratorium nicht in einem Schwung von Anfang bis Ende. Er begann vielmehr mit dem dritten Teil „Moses Song“. Etwas später komponierte er den zweiten Teil „Exodus“. Die Musik für den ersten Teil „Lamentation of the Israelites for the death of Joseph“ übernahm er aus dem zwei Jahre zuvor komponiertem „Funeral Anthem“, der Begräbnismusik für Königin Caroline.

Der erste Teil erzählt von der Trauer der Israeliten um Joseph, den König Ägyptens. Denn erst als Joseph König in Ägypten wurde siedelten Jakob und sein ganzes Haus in dieses Land über. Am Anfang des zweiten Teils kommt ein neuer König auf den Thron, der Joseph nicht kannte und die Israeliten in Knechtschaft zwingt. Der zornige Gott schickt den Ägyptern sieben furchtbare Plagen und teilt das Rote Meer – dramatische Szenen, die von Händel entsprechend in Musik gesetzt wurden. Der dritte Teil ist ein eigenständiges Anthem und Lobgesang auf die Allmacht des Schöpfers.

Der Chor spielt in diesem Oratorium eine besonders tragende Rolle – nur vereinzelte Nummern sind solistisch besetzt. Die chorische Dominanz hat ihre Bedeutung darin, dass nicht ein individuelles Geschick, sondern der Exodus eines ganzen Volkes aus dem Land seiner Knechtschaft erzählt wird. Kein anderes Händel Oratorium hat mehr doppelchörige Anteile als „Israel in Egypt“ und es bleibt daher bis heute das größte Chororatorium von G.F. Händel.

Tickets: 40,–/32,–/23,–/15,– €, ermäßigt: 35,–/27,–/18,–/10,– € (jeweils zzgl. VVK-Gebühr)
Vorverkaufskasse im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, 30159 Hannover (Mo. bis Fr. 12.00 bis 18.00 Uhr) – www.vvk-kuenstlerhaus.de
Eventim und CTS/Eventim-Vorverkaufsstellen – www.eventim.de
Abendkasse in Arne Jacobsen Foyer (geöffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn)

Ort: Galerie Herrenhausen, Herrenhauser Straße 2

 

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